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Bringt Luca die Lockdown-Erlösung?

Endlich digitale Kontakterfassung

PREVIEW online - Mickey Mouse, Ronald McDonald und Co müssen draußen bleiben. Fake-Eintragungen in Gästelisten und das vorsintflutliche Papier- und Fax-Chaos bei Gesundheitsämtern und Gewerbetreibenden scheint endlich vorbei zu sein. Was andere Länder zur Kontaktverfolgung in Corona-Zeiten schon seit Monaten im Einsatz haben, ist endlich auch in Deutschland „erfunden“ worden. Bevor Politiker eventuell auf die Idee kommen, das vielleicht eine clevere, digitale Lösung uns von den Fußfesseln der Lockdowns befreien könnte, hat das Berliner Start-up neXenio einfach eine kostenfreie App herausgebracht. Werbewirksam unterstützt wird die Luca-App-Einführung von den „Fanta 4“. Bringt diese App endlich die lang ersehnte Lockdown-Erlösung? Öffnet sie uns endlich wieder angstbefreit die Türen zu Restaurants, Kinos, Konzerten, Reisen ...?

Und so funktioniert es: die Luca-App auf das Smartphone downloaden, und mit Name und Adresse anmelden. Mickey Mouse, Ronald McDonald und Co haben keine Chance sich illegalen Zutritt zu verschaffen. Denn die Telefonnummer des sich anmeldenden Handys wird vorab per SMS-Code verifiziert. Erst nach diesem Check erstellt die App einen wechselnden QR-Code. Dieser Code wird bei einem Restaurant- oder Konzertbesuch am Eingang gescannt oder die App-NutzerInnen scannen ihrerseits einen QR-Code. Am Ende checkt man sich dann manuell aus oder erlaubt der Luca-App über eine Standortbestimmung automatisch zu registrieren, wann der Ort der Veranstaltung verlassen wurde. So wird eine Teilnehmerliste mit anonymisierten QR-Codes automatisch erstellt. Kein Papierkram. Kein Generve, Zeit- oder Personalaufwand etc.

Vertrauen durch Transparenz

Parallel werden die Daten den Gesundheitsämtern gemeldet. Diese haben dann automatisch Zugriff auf die Daten der übrigen Gäste. Im Fall einer Infektion werden alle Personen, die im selben Zeitraum am selben Ort waren, informiert.

Kritiker der Luca-App bemängeln dass der Sourcecode der App sowie alle Serverkomponenten nicht „Open Source“ sind, also einsehbar. Infos zu den Server-Standorten fehlen. Die AGBs seien schwammig formuliert.

MeckPom Luca-App-Vorreiter

Als erstes deutsches Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommern eine Lizenz für die Luca-App-Nutzung gekauft. Sie ist seit Inkrafttreten der neuen Corona-Regelungen bereits vielerorts im Einsatz. Allerdings müssen Händler derzeit noch selbst die Daten ihrer Kunden verwalten, weil sie die App auf ihren eigenen Endgeräten betreiben müssen. Das soll sich aber ändern, sobald die Gesundheitsämter die entsprechende Software installiert haben. Die via App erhobenen Daten sollen dann nach Aussage der Landesregierung auf einem zentralen Server der Bundesdruckerei gespeichert werden. Im nächsten Schritt sollen dann auch Arztpraxen, Fitnessstudios, Friseursalons etc., aber auch Schulen und Kitas mit dem System vertraut gemacht werden.

Die Berliner „Luca-App-Macher“ wollen allen Bereichen des öffentlichen Lebens helfen, „Vor-Lockdown-Freiheiten“ zurückzugewinnen. So soll die App z.B. auch in Pflegeheimen, bei Versammlungen oder einfach im Büro eingesetzt werden, um Kontakte sicher und einfach zu verfolgen. Mit Luca können auch Cluster identifiziert werden und die Personen eines Cluster bei Kontakten mit einem Infizierten gewarnt werden.

Lockerungen erst in Rostock - dann bundesweit?

Rostocks Bürgermeister möchte die Hansestadt zum „Lockerungs-Modell“ machen. Gemeinsam mit den Verbänden würden immer mehr Betriebe in der Anwendung der Luca-App geschult. Wer die App bereits einsetzt, sei „superhappy!". Datensätze, die sonst mühsam und zeitaufwendig per Hand eingegeben werden mussten, könnten nun per Knopfdruck von der App in die Software der Gesundheitsämter übertragen werden. Aber ob es so reibungslos laufen wird? Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat Bedenken und weist auf die „Schnittstellen-Problematik“ hin, wie es gelingen kann, ohne großen Aufwand auf diese Daten zugreifen zu können. Da es – auch 36 Jahre nach Einführung des ersten Notebooks - noch immer keine bundesweit einheitlichen Standards für den Hard- und Software-Einsatz in Gesundheits- und anderen Behörden gibt, dürfte die korrekte Daten-Übermittlung Probleme bereiten.

Was macht Luca besonders?

Luca ist ein komplettes System, das sowohl NutzerInnen als auch Betreiber, Veranstalter und auch Gesundheitsämter unterstützt.

- Besuchshistorie auch für den privaten Gebrauch
- Datenhoheit immer beim Nutzer (Gast)
- Transparenz durch direkte Benachrichtigung über Datenzugriffe der Gesundheitsämter für Bürger/innen
- BetreiberInnen profitieren von verschiedenen Check-in Möglichkeiten und Einteilungen ihres Standortes
- Mehrdimensionales Tracing
- Clustererkennung wird möglich, Eingrenzung auf Bereiche und gezielte Kontaktpersonen
- Direkte Anbindung an Gesundheitsämter
- Direkte Kommunikation zwischen allen Beteiligten
- Entschlüsselung der Daten nur im Infektionsfall
- Schnelle und lückenlose Nachverfolgung durch direkte Anbindung an z.B. Sormas
- Mind. eine verifizierte Kontaktinformation (Telefonnummer, eMail-Adresse)

Mehrdimensionales Tracing

- Mit luca können nicht nur Kontaktdaten und Besuchshistorie sicher ausgetauscht werden, sondern auch zusätzliche Informationen wie Sitzpläne, Schichtpläne etc.
- Ein mehrdimensionales Tracing wird so möglich
- Zusätzlich zu den Kontaktdaten können weitere Informationen eingefügt werden
- Direkte Benachrichtigung beim Datenzugriff möglicher Infizierter und Kontaktpersonen

Direkte Anbindung an Gesundheitsämter.
Sichere Nachverfolgung von Infektionsketten

- Relevante Informationen wie Schichtpläne, Bewohnerlisten, Sitzpläne oder Einlasszeiten können bereitgestellt werden
- Kontaktpersonen werden bereits beim Zugriff auf ihre Kontaktdaten transparent über die Einsichtnahme benachrichtigt. Das schafft Vertrauen, Akzeptanz und verkürzt Infektionsketten
- Abgerufene Daten können einfach in verschiedene Systeme übertragen werden (zum Beispiel SORMAS, Octoware)

Datenschutz-Probleme?

Patrick Hennig, einer der Geschäftsführer des Luca-App-Entwicklers neXenio, erwartet jedoch nicht, dass Datenschützer Luca Steine in den Weg legen. Denn die gespeicherten Nutzerdaten seien dezentral nur von den Gesundheitsämtern gespeichert, können weder von App-Anwendern oder Dritten ausgelesen werden. Man habe frühzeitig Datenschützer mit an Bord geholt. Luca-App-Nutzern sollen auch – nicht wie bei anderen Kontakt-Apps - keine Kosten entstehen. Niemand müsste Angst um seine Daten haben. Eine gut gemachte App sei auch allemal besser als die bisherige, mittelalterliche Zettelwirtschaft, heißt es aus Datenschutzkreisen.

Urlaub bald wieder wie gewohnt?

Besonders die Reise- und Urlaubsbranche hofft auf einen Weg zurück in einen angstfreien, erholsamen Urlaub und erlebnisreiche Ferien. Während die Corona-Restriktionen verstärkt werden, bereiten sich die nordfriesischen Inseln schon auf die Zeit vor, in der sich Urlauber wieder an der Nordseeküste aufhalten dürfen. Sylt, Amrum und Föhr bereiten ihre Betriebe schon auf den Luca-App-Einsatz vor und auch die Unternehmensverbände vor Ort appellieren an ihre Mitglieder hier mitzumachen, um den Urlaub und das Leben auf den Inseln wieder möglichst sicher zu machen.

Luca soll sowohl vom Einzelhandel, der Hotellerie und Gastronomie, in Ferienwohnungen, Veranstaltungsflächen sowie allen Freizeiteinrichtungen genutzt werden. So ist eine schnelle und verantwortungsvolle Kontaktnachverfolgung möglich und das ist der erste Schritt für einen sicheren Aufenthalt. Für alle Einwohner und Gäste, Unternehmen und ihre Mitarbeiter.

Wildwuchs von Kontakt-Apps?

Ähnlich Apps gibt es von VIDA (unverhältnismäßig teuer). Die mit Unterstützung des Hotel- und Gaststätten-Verbands entwickelte App „darf ich rein“ verlangt ebenfalls ein „kleines Trinkgeld“. Die App des Unternehmens shapefruit (auch kostenpflichtig zwischen 139 und 720 Euro pro jahr), in der Nähe von Bonn, wird u.a. bereits in Bochum eingesetzt. Aber da shapefruit noch nicht einmal die rechtliche Auflage erfüllt und ein Impressum auf ihrer Webseite veröffentlicht, erscheint es fraglich, ob hier Datensicherheit u.a. rechtliche Auflagen entsprechende Beachtung finden. Größte Gefahr ist allerdings der Wildwuchs unterschiedlichster Kontakt-Apps. Neben möglichen Übermittlungs- und „Lese-Problemen“ der Hard- und Software auf Empfängerseite, würde eine Kontakt-App-Flut die Akzeptanz der Bevölkerung in solch hilfreiche digitale Tools untergraben.

Pressekontakt
Peter Becker
Eckerkamp 139b
22391 Hamburg
Tel. +49-40-53 930 460
press(at)pre-view-online.com



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Endlich: Digitale Kontaktverfolgung via Luca-App.
Quelle: neXenio
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Bringt die Flut von Kontaktverfolgungs-Apps jetzt Chaos?
Quelle: VIDA
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