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Home-Schooling-Chaos 2.0 startet

Russisches Roulette für unsere Kinder und unser Land

hpc - Kaum zu glauben, aber selbst 36 Jahre (!) nach Einführung des Notebooks kann man in Deutschland noch immer Lehrer werden, ohne je einen Pflichtkurs in Sachen Digitalisierung, Internet im Unterricht etc. belegt haben zu müssen. Die Folgen sind dramatisch. Das zeigte nicht nur das Home-Schooling-Chaos im ersten Lockdown. Jetzt geht es in die 2. Chaos-Runde. Jeder dritte Achtklässler weist Schwächen im Umgang mit dem Computer auf. Das ist "Russisches Roulette" - nicht nur für die beruflichen Perspektiven junger Menschen. Auch für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft unseres Landes.

In keiner Berufssparte sind die Vorbehalte gegenüber Computern und neuen Technologien so groß, wie unter Lehrern. Und föderale Struktur fördert das Chaos noch. Jede Stadt, jeder Kreis, jede Gemeinde kann Hard- & Software anschaffen, wie sie lustig ist. Wie im Gesundheitswesen werden wir "bald" auch hier bemerken, dass sich auch die Schulen nicht untereinander austauschen können. Nicht nur weil die Systeme nicht dieselbe Sprachen sprechen.

Lehrer stecken noch tief in der Kreidezeit

Obwohl sich Hebelgesetze, Genetik oder Vektorrechnung nicht von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, gibt es dennoch keine einheitliche "Lernothek", der Lehrer geeignetes Lehrmaterial entnehmen könnten. Jeder Chemie- oder Bio-Lehrer darf das Rad auf seiner Insel neu erfinden. Weil der gesetzliche Rahmen fehlt, darf ein Lehrer noch nicht einmal seinen Unterricht streamen und zu seinen Schülern nach Hause senden. Stattdessen kopierten Lehrer zum ersten Home-Schooling Aufgaben und fuhren sie mit ihrem Auto von Schüler zu Schüler. Das ist technologisches Mittelalter. Einer Industrienation absolut unwürdig. Doch hat dies Konsequenzen? Bisher nicht.

Das Tik Tok aus dem Allgäu

Dabei könnte es doch so einfach sein. Ein Start-up aus dem Allgäu hat ein geniales Tool auf den Markt gebracht (Bericht s. PREVIEW online). Es macht das Handy kurzerhand zum Filmstudio. Nicht nur für Lehrer bestens geeignet: Denn es bedarf keinerlei technischer Kenntnisse. Die hinterlegte Software ist so genial gestaltet, dass sie einen Schritt für Schritt von der Konzeption bis zum fertigen Film führt.

Zwar haben noch immer nicht alle SchülerInnen ein Notebook, aber ein Handy hat schon fast jedes Kind. Weiterer Vorteil: Lehrer kämen endlich aus der Kreidezeit und "sprechen" die Sprache ihrer SchülerInnen: Video.

In Bayern setzen bereits mehrere Hauptschulen, Gymnasien und selbst die ersten Universitäten diese neue Video-Generation erfolgreich im Unterricht ein. Kürzlich erhielt dieses Tool sogar den "Ritterschlag" eines TV-Senders. Die ProSiebenSat.1-Gruppe setzt Dynamic Video ein.

Und was macht unsere Bildungs- und Forschungsministerin? Nix. Als Hotel-, Bank- und Diplomkauffrau scheint sie heillos in ihrem Job überfordert.

Welche Kompetenzen unsere verantwortlichen MinisterInnen haben, hat der hightech presseclub mal recherchiert. Nur ZWEI (!!!) unserer für Forschung und Wissenschaft (z.T. auch für Bildung) zuständigen 17 Bundes- & LandesminsterInnen verfügen über einen technischen Hintergrund. (Dazu empfehlen wir auch unseren PO-Bericht: Regieren High Tech-Neandertaler unser Land?).

Schulen endlich in die Neuzeit katapultieren

Mit jedem turnusgemäßen Wechsel im Vorsitz der Kultusminister-Konferenz keimt immer noch ein Fünkchen Hoffnung auf, es könnte vielleicht doch die oder den einen MinisterIn geben, die die Schulen in die Neuzeit katapultiert. Seit Januar leitet nun Britta Ernst, Brandenburgs Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, die KMK.

Die Ehefrau des Bundesfinanzministers saß elf Jahre als Schulpolitikerin in der Hamburger Bürgerschaft. Aber das Wissen der Kauffrau und Sozialökonomin scheint nur über die Schule zu sein, weniger aus der Schule. Ansonsten würde frau sicher nicht auf die Idee kommen, Lehrer-Fortbildung mehr in den Schulen durchführen zu wollen. Ein wenig zielführendes Vorhaben.

Lehrer, Computer und Technik - Kann das funktionieren?

Denn wenn überhaupt, gibt es dort häufig nur einen Lehrer, der sich um IT für die komplette Schule kümmern muss. Und diese Lehrer kämpfen im Lehrerkollegium ohnehin schon wie Don Quijote gegen die Windmühlenflügel. Warum also das weiterführen, was schon seit 36 Jahren (!!) nicht klappt? Denn die allermeisten Lehrer wollen mit Computern, Digitalisierung und Technologie nichts am Hut haben.

Wäre es auf der Grundlage dieser 36jährigen Erfahrungen nicht vielmehr sinnvoll, eine für jeden Lehrer verpflichtende Fortbildung einzuführen? So, wie es auch für Ärzte gilt? Und Fortbildung nicht etwa wahlweise in Vogelkunde oder Malkunst, sondern in digitaler Unterrichtsgestaltung, Einsatz von Internet etc. Dann würden Lehrer "Tik Tok" vielleicht auch nicht länger für ein chinesisches Gericht halten, sondern bekämen langsam ein Gefühl dafür, welche "Sprache" die ihnen anvertrauten Schüler sprechen ...

Offenbarungseid: Schule im IT-Mittelalter

Britta Ernst, Brandenburgs höchste Bildungspolitikerin, scheint sogar noch stolz darauf zu sein, dass Brandenburgs Lehrer seit 2020 (!!) über eine eigene eMail-Adresse verfügen. 36 Jahre nach Markteinführung des Notebooks verfügen Lehrer doch tatsächlich schon über eine eigene eMail-Adresse. Ein Offenbarungseid.

Mit Naivität hat dies nichts mehr zu tun. Brandenburgs Bildungsministerin scheint noch nicht einmal zu bemerken wie peinlich das ist. Hier offenbart sich nicht nur die ganze Misere unseres Bildungssystems. Es zeigt auf dramatische Weise auch dass Bildungsverantwortliche überhaupt kein Bewusstsein zu haben scheinen, Schulen endlich aus dem IT-Mittelalter herausholen zu müssen. Kurzum: Von der neuen Chefin der KultusministerInnen wird auch kein Impuls zu erwarten sein, Lehrer und Schulen endlich, endlich mal auf die digitale Spur zu bringen. - Ein Armutszeugnis der besonderen Art.

Die Zukunftsfähigkeit unseres Landes steht auf dem Spiel

Der hightech presseclub (hpc) ruft daher alle Medien und Unternehmen auf zu einer konzertierten Aktion: Helfen Sie mit, diesen unglaublichen Zustand endlich zu beenden. Das Land der "Dichter und Denker" hat keine Ressourcen. Nur die "Brainware" seiner Bürger. Und wenn junge Menschen nicht an IT und neue Technologien herangeführt werden, ist das der Todesstoß für eine auf innovative, weltmarktfähige Produkte angewiesene Exportnation.

Es geht um nichts weniger, als die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Der hpc koordiniert die Aktion. Wie Sie helfen und unterstützen können, erfahren Sie hier:

PREVIEW onlinePressekontakt
hightech presseclub
Hamburg
press@pre-view-online.com



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Das Handy als Lehr- und Lernmittel. In Bayers Schulen bereits in den Unterricht integriert
Quelle: Dynamic Video
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In Bayern arbeiten Lehrer bereits mit der neuen Generation des Videos, erstellen Erklärfilme oder lassen dies die Schüler tun.
Quelle: Dynamic Video
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Microchips bilden den Kern der meisten Technologien. Daher auch das Signet des hightech presseclub
Quelle: hpc
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