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Regieren High Tech-Neandertaler unser Land?

KI-Enquete-Kommission tagte zwei Jahre

PREVIEW online - Nach sage und schreibe zweijähriger Beratung legt die Enquete-Kommission "Künstliche Intelligenz" (KI) jetzt ihren Abschlussbericht vor. Im Juni 2018 wurde sie damit beauftragt, Potenziale für den Einsatz der Technologie zu erörtern und Risiken abzuwägen. Ergebnis: Plattitüden und flache Allgemeinfloskeln. Nichts Konkretes. Man muss kein Experte sein, um bereits vorhersagen zu können, dass dabei auch nichts Konkretes herauskommen konnte. Denn die beiden Kommissionsleiterinnen Nadine Schön, Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und die „KI-Beauftragte“ Ronja Kemmer, haben von Technik keine Ahnung. Die eine ist Volkswirtin. Die andere Juristin. Ein erneuter Beleg für den mangelnden Technik-Sachverstand in unserer politischen Führung, von der Landes- bis zur Bundesebene. Ein erneutes Armutszeugnis für eine auf innovative, weltmarktfähige Produkte angewiesene Exportnation wie Deutschland.

„Immer mehr Menschen entdecken die Chancen Künstlicher Intelligenz und wünschen sich ihren Einsatz in fast allen Lebensbereichen“, hat Nadine Schön, Stellvertretende Vorsitzende der CDU / CSU-Bundestagsfraktion mit ihrer Kommission herausgefunden. Dafür will ihre Fraktion nun die Tür öffnen bei Gesundheit, Mobilität oder in der Verwaltung. Mit der Enquete-Kommission KI sei es gelungen, „richtungsweisende Empfehlungen für KI-Anwendungen zu entwickeln“, heißt es, „Gestaltungsoptionen für eine AI made in Europe zu eröffnen und Rechtssicherheit schaffen zu können.“

„Unsere Fraktion hat sich in der Enquete-Kommission für eine chancenorientierte Auseinandersetzung eingesetzt“, so Nadine Schön weiter. Man möchte den „Fortschritt aktiv gestalten und die vielen guten Vorschläge schnellstmöglich umsetzen“, heißt es im Abschlussbericht. „Unter den Sachverständigen und Abgeordneten der Enquete-Kommission gab es einen breiten Konsens über die herausragende Bedeutung der KI-Technologie für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und Verwaltung“, ergänzt ihre Kommissions- und CDU-Kollegin Ronja Kemmer.

Technologie-Sachverstand: Mangelware in der Politik

Plattitüde und flache, nichts sagende Allgemeinplätze. Nichts Konkretes. Um herauszufinden, das KI wichtig ist, braucht man / frau tatsächlich zwei Jahre???

Wenn man keine Ahnung von Technologien und Technik-Trends hat, vielleicht schon. Denn die beiden Kommissionsleiterinnen Nadine Schön, Stellvertretende Vorsitzende der CDU / CSU-Bundestagsfraktion, und die „KI-Beauftragte“ Ronja Kemmer, haben mit Technik nichts, aber auch rein gar nichts am Hut.

Geschweige denn könnten sie die Bedeutung einer Technologie erkennen oder gar einschätzen. Erst recht können sie Technologien weder solide bewerten und beurteilen, noch daraus resultierend die richtigen politischen Weichen stellen. Denn Nadine Schön hat Rechtswissenschaften in Heidelberg und Saarbrücken studiert. Ronja Kemmer ist Volkswirtin und studierte Wirtschaftswissenschaften in Tübingen und Lund.

Regieren High Tech-Neandertaler unser Land?

Ein skandalöser Eklat für eine auf weltweit vermarktungsfähige (High Tech) Produkte angewiesene Exportnation. Aber mangelnder Technik-Sachverstand zieht sich wie ein roter Faden – quer durch alle Parteien – durch dieses Land. Von der Kreis- über die Landes- bis hinauf zur Bundesebene. - Weitere Beispiele gefällig?

In Hamburg ist Katharina Fegebank (Bündnis 90 / Die Grünen) Präses der Behörde für Wissenschaft und Forschung. Studiert hat sie Politikwissenschaft, Anglistik und Öffentliches Recht. – Technologie & Naturwissenschaften: Null Ahnung.

Technische Unkenntnis überall

Als Bundesministerin ist Anja Maria-Antonia Karliczek für dieses Land verantwortlich für die Bereiche Bildung und Forschung. Hat sie denn in dieser, für unser Land so wichtigen Position wenigstens einen hilfreichen, naturwissenschaftlichen Background? Natürlich nicht! - Es kommt sogar noch schlimmer als bei der Hamburger Wissenschaftssenatorin. – Anja Karliczek entstammt einer Hoteliersfamilie aus dem Tecklenburger Land und hat Hotelfach- sowie Diplom-Kauffrau gelernt. Seit 2018 ist die CDU-Politikerin Bundesministerin für Bildung und Forschung im Kabinett Merkel.

Vor diesem Hintergrund wundert es auch nicht, dass das nach zweijährigem Tagen herauskommt, was Politiker scheinbar am besten können: Diskutieren. „Insbesondere empfehlen wir eine Regulierung, die immer die konkrete KI-Anwendung und ihre Auswirkung betrifft“, meint Volkswirtin Ronja Kemmer. „Denn KI ist eine Technologie (ach?) und wir sollten wie bisher auch möglichst technologieneutrale Gesetze machen.“

Hier wird erneut die Tür zu Endlos-Debatten aufgestoßen, wie wir sie jüngst erst wieder vor Einführung der Corona-App erleiden mussten. Die Folge: Bahnbrechende Innovationen finden längst nicht mehr in Deutschland statt. Im globalen Wettbewerb fällt dieses Land immer weiter zurück. – Bei Unternehmensgründungen z.B. rangiert Deutschland mittlerweile auf Platz 54!! – Zukunftstechnologien werden in ihrer Bedeutung nicht erkannt. In Folge nicht die richtigen Weichen gestellt ... Aber lernt wenigstens irgendein politisch Verantwortlicher aus den Erfahrungen der Vergangenheit?

Kampf gegen Corona mit Bleistift, Zetteln und Fax

Ganz plötzlich – wie Weihnachten – stellt man fest, dass weder Gesundheitsämter untereinander Daten austauschen, geschweige denn Daten von Bars, Kneipen und Restaurants elektronisch einlesen und verarbeiten können.

Schnittstellen scheinen nicht eingeplant zu sein. Jeder kann Hard- & Software nach Belieben einkaufen, ohne auf Konnektivität zu achten. Wie in der IT-Steinzeit wollen wir Corona mit Bleistift, Zetteln und Fax bekämpfen. Oder viel zu spät bemerken wir, dass man bei Test-Stationen die handschriftlichen Angaben der getesteten Personen nicht lesen und noch einmal händisch in den Computer eingeben muss?

IT-Chaos & -Steinzeit - nicht nur in Gesundheitsämtern

Hat man aus der Flüchtlingskrise von 2015 nicht gelernt, das in unserem föderal aufgebauten Land nicht einmal die Polizei untereinander kommunizieren kann? Denn Grenzschutz, Bundes-, Landes- oder Kreis- u. Gemeinde-Polizei nutzt jeweils unterschiedliche Systeme. Systeme, die sich untereinander nicht „unterhalten“ können, weil sie völlig andere „Sprachen“ sprechen?

Home-Schooling-Chaos

Musste erst eine Corona-Krise kommen, damit politisch Verantwortliche plötzlich – „über Nacht“ – feststellten, dass unsere Schulen und Universitäten überhaupt noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen sind?

Lehrer in der Kreidezeit steckengeblieben

Haben unsere KultusministerInnen eventuell „schon“ mitbekommen, dass man selbst 45 Jahre (!!) nach Einführung des ersten tragbaren Computers (!!) noch immer Lehrer werden kann, ohne ein Pflichtfach wie Digital-Kompetenz, Internet-Recherche, Einsatz elektronischer Hilfsmittel im Unterricht etc. belegt haben zu müssen?

Die Folge derartiger Verfehlungen: Lehrer schreiben die Aufgaben für ihre Schüler auf, kopieren sie und fahren sie in Corona-Zeiten dann mit ihrem Auto von Schüler zu Schüler. - Die "digitale Realität" in Deutschland ...

Düstere (Berufs) Zukunft für junge Menschen

Erschreckende Real-Szenarien. In vielfacher Hinsicht. Denn: Dieses Land hat - außer dem Klima-Killer Kohle - keine Ressourcen. Wir haben nur die „Brainware“ unserer Bürger. Aber wenn im einstigen Land der „Dichter und Denker“ unsere Lehrer TikTok noch für ein Brettspiel halten und Schüler in Sachen Computer, Internet & Co mehr wissen, als ihre Lehrer, ist es um die berufliche Zukunft unserer jungen Menschen mehr als schlecht bestellt.

KI u.a. Zukunftstechnologien – und da schließt sich der Kreis – finden weder im Unterricht statt, noch könnten Berufsberater einen entsprechenden Hintergrund liefern. Erst recht haben beide Bereiche keinerlei Zugänge, SchülerInnen neue Technologien live erlebbar zu machen.

Wann endlich kommen im Bereich Wissenschaft und Forschung Menschen an die politische Weichenstellungen, die auch Ahnung haben von dem, was sie tun sollen?

Und wenn es kaum Politiker mit einem naturwissenschaftlichen Hintergrund gibt, dann muss man – zum Wohle dieses Volkes – mal aus seinem politischen Silo springen und (politisch neutrale) Leute engagieren, die Sachverstand mitbringen. Ansonsten sieht Deutschland in Sachen KI, Elektromobilität etc. nur noch die Schlusslichter des längst abgefahrenen Zuges ...

Pressekontakt
Peter Becker
Eckerkamp 139b
22391 Hamburg
Tel. +49-40-53 930 460
press(at)pre-view-online.com

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