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QuantumComputing nimmt endlich Fahrt auf in Deutschland

Neues EU-Konsortium gestartet

IQM - Ein von IQM Quantum Computer geführtes Konsortium hat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung 12,4 Millionen Euro für die Kommerzialisierung anwendungsspezifischer Quantenprozessoren erhalten.

Ein Projektkonsortium, dem Start-ups, Industrie, Forschungszentren, Supercomputing-Zentren und Hochschulen angehören, hat sich zusammengeschlossen, um die Führungsansprüche Europa´s in Quantentechnologie zu beschleunigen. IQM mit seinen Firmensitzen in Espoo, Finnland, sowie München, ist in Europa führend bei der Herstellung von supraleitenden Quantencomputern. IQM Quantum Computers wird das Projektkonsortiums koordinieren und dieses Projekt als Systemintegrator leiten.

Europa war in der wissenschaftlichen Forschung immer weltführend, hat aber die Kommerzialisierung von Forschungsprojekten im Vergleich zum internationalen Wettbewerb in den letzten Jahrzehnten oft verpasst. Dies soll sich nun im Bereich der Quantentechnologien ändern. Als eine der größten Anstrengungen in Europa kündigte Deutschland im Juni 2020 ein Konjunkturprogramm von 2 Milliarden Euro für Quantenprogramme an, von denen nun 120 Millionen Euro in einer ersten Runde an Entwicklungsprojekte vergeben werden.

Einem neuen Projektkonsortium werden Start-ups (wie ParityQC, IQM), Industrieunternehmen wie Infineon sowie Forschungszentren, Supercomputing-Zentren wie das Leibniz-Rechenzentrum und Universitäten wie die FU Berlin angehören. Gemeinsam wollen sie ein Quantenprojekt umsetzen, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 12,4 Millionen Euro gefördert wird.

Ziel des Projekts ist es, die Kommerzialisierung von QuantenComputern durch ein innovatives Co-Design-Konzept zu beschleunigen. Hierzu konzentriert sich das Projekt auf anwendungsspezifische Quantenprozessoren, die das Potenzial haben, eine Abkürzung Richtung Quantenvorteil zu bieten. Das digital-analoge Konzept zum Betrieb der Prozessoren wird den Grundstein für kommerziell realisierbare QuantenComputer legen. Das Projekt läuft über vier Jahre und zielt darauf ab, einen 54-Qubit-Quantenprozessor zu entwickeln.

Das Projekt soll das 2018 angekündigte europäische FET Flagship Projekt OpenSuperQ unterstützen, das auf den Entwurf, den Bau und den Betrieb eines Systems mit bis zu 100 Qubits abzielt. Das hier neu eingeführte Konzept von digital-analogem QuantenComputing erweitert das OpenSuperQ-Projekt um einen neuen Aspekt und erweitert den zu erwartenden Anwendungsbereich. Mit Bemühungen aus München, Berlin und Jülich sowie Parity QC aus Österreich baut das Projekt Brücken und fügt sich nahtlos in die europäische Quantenlandschaft ein.

„Der Zuschuss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist eine wichtige Anerkennung für unseren einzigartigen Co-Design-Ansatz für QuantenComputer. Schon als wir vergangenes Jahr unseren Standort in München eröffneten, gehörte es zu unseren wichtigsten Zielen, zum Systemintegrator zu werden und alle relevanten Akteure zusammenzubringen", so Jan Goetz, CEO von IQM Quantum Computers. „Als Europas führendes Start-up im Bereich Quantentechnologien haben wir nun noch mehr Zuversicht, um weiter in Deutschland und anderen europäischen Ländern zu investieren.“

Deutschland möchte die Quantentechnologie vorantreiben und dabei eine zentrale Rolle übernehmen und europäische Start-ups, Industrie, Forschungszentren und Wissenschaft zusammenbringen. Dieses Projekt wird dem Quanten-Standort Deutschland einen immensen Schub verleihen und ein lebendiges Quanten-Ökosystem in der ganzen Region schaffen.

„Wir freuen uns darauf, eine enge Verbindung zwischen Hardware und Anwendungen zu entwerfen und digital-analoge QuantenComputer als eine kompatible Alternative an das OpenSuperQ-Ökosystem anzubinden", so Prof Frank Wilhelm-Mauch, Direktor des Instituts für Quantencomputer-Analytik. "Verbundprojekte wie dieses, an denen sich öffentliche und private Partner aus verschiedenen Bundesländern beteiligen, geben die richtigen Impulse, um QuantenComputing in Deutschland weiterzubringen."

„Bei Infineon sehen wir der Zusammenarbeit mit hochkarätigen Wissenschaftlern und führenden Start-ups auf dem Gebiet des QuantenComputings in Europa mit großer Freude entgegen. Jetzt ist die Zeit zu handeln, wenn wir in Deutschland und Europa nicht allein von amerikanischem oder asiatischem Know-how in dieser Zukunftstechnologie abhängig werden wollen“, sagt Dr. Sebastian Luber, Senior Director Technologie & Innovation, Infineon Technologies AG. „Wir freuen uns sehr, Teil dieses hochinnovativen Projekts zu sein und mit unserer Expertise in Skalierung und industrieller Fertigung beizutragen."

„Dies ist ein äußerst wichtiges Projekt für Deutschland und Europa“, ist Prof Dr. Martin Schulz, Mitglied des Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) überzeugt. „Mit DAQC können wir eine maßgebende Rolle bei Quantentechnologien und QuantenComputing einnehmen. Und mit DAQC bringen wir QuantenComputing in eines der führenden akademischen Supercomputing-Zentren, um effektiver an der Integration von High-Performance Computing und QuantenComputing zu arbeiten. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit."

Der Weg hin zu skalierbaren und voll programmierbaren QuantenComputern führt über die Parallelisierbarkeit von Gattern und einer vereinfachten Bauart, die eine simplere Qubit-Kontrolle erlaubt. „Unsere ParityQC-Architektur stellt den Bauplan für einen voll parallelisierbaren QuantenComputer zur Verfügung, dessen Vorteile vollautomatisiert über unser ParityOS-Betriebssystem genutzt werden können. Gemeinsam mit dem herausragenden Team des DAQC- Konsortiums können wir so die Lösung von komplexen industrie-relevanten Optimierungsproblemen angehen", meinen Magdalena Hauser und Wolfgang Lechner, CEOs und Co-founder ParityQC.

https://www.bmbf.de/de/karliczek-mit-quantentechnologien-zu-mehr-technologischer-souveraenitaet-13489.html

PREVIEW onlinePressekontakt
IQM Germany GmbH
Raghunath Koduvayur
Head of Marketing and Communications
Nymphenburger Str. 86
80636 München
Raghunath@meetiqm.com



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QuantenComputing - nach KI die wichtigste Zukunftstechnologie - nimmt endlich Fahrt auf - auch in Deutschland.
Quelle: NEC
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